Außen wie gehabt – inwendig schön warm

Ist es nicht möglich, die Außenfassade zu dämmen, dann steht eine Innendämmung an. Die Dämmweise ist heute besser als ihr Ruf, insbesondere dann, wenn einige wichtige Punkte bei der Ausführung beachtet werden. Innengedämmt wird gerne bei der Altbausanierung, aber auch dann, wenn Fassaden stark gegliedert sind.

Viele Systeme zur Auswahl

Innendämmung kann auf mehrere Arten ausgeführt werden. Welches System das Beste ist, entscheiden wir anhand der vorhandenen Situation. Generell unterscheidet man diffusionsdichte, diffusionsgebremste und diffusionsoffene Systeme:

  • Die diffusionsdichte Innendämmung verhindert, dass vom Raum aus Feuchtigkeit in die Dämmebene eindringt. Die Dämmschicht oder eine entsprechende Beschichtung mit hohem Diffusionswiderstand übernimmt die Aufgabe der Abdichtung.
  • Bei diffusionsgebremster Innendämmung ist ein Feuchteausgleich zwischen Innenraum und Wand in geringem Maße möglich. Ist es draußen kalt, gelangt Feuchtigkeit in die Dämmebene, die bei steigenden Temperaturen wieder verdunstet.
  • Die diffusionsoffene Innendämmung lässt zu, dass Feuchtigkeit von innen in die Wand eingetragen wird, die Ableitung nach draußen erfolgt über Kapillaren. Durch dieses Verfahren pegelt sich ein unschädliches Feuchtegleichgewicht in der Wand ein und ein Feuchteausgleich wird möglich.

Vorsicht Falle!

Die Innendämmung hat traditionell einen schlechten Ruf und wird mit Schimmelbildung und feuchtem Klima in Verbindung gebracht. Der Fehler liegt jedoch nicht in der Innendämmung selbst, sondern in der mangelhaften Ausführung. Als Fachbetrieb wissen wir, dass wir uns unter anderem um folgende Punkte besonders gut kümmern müssen:

  • Wasserleitungen in der Außenwand müssen bei einer Innendämmung frostsicher verlegt bzw. nachträglich gedämmt werden, damit es nicht zu Frostschäden kommt.
  • Durchdringungen müssen extra abgedichtet werden.
  • Laibungen und Nischen müssen ebenfalls sorgfältig gedämmt werden, um Wärmebrücken zu vermeiden.

Wird die Innendämmung fachgerecht ausgeführt, laufen die bekannten Vorurteile wie erhöhter Kondenswasserausfall, geringe Dämmwirkung und ungesundes Raumklima ins Leere.

Hier macht die Innendämmung Sinn

Eine Innendämmung macht immer dann Sinn, wenn es sich außen schlecht dämmen lässt. Denkmalgeschützte oder erhaltenswerte Fassaden, Grenzbebauungen, Gebäude mit geringem Dachüberstand oder auch nur gelegentlich genutzte Räume, die schnell warm werden sollen, sind die passenden Kandidaten für eine Innendämmung.